Badische Zeitung - vom 12.03.2021

Familien nicht alleine lassen

https://www.badische-zeitung.de/familien-nicht-alleine-lassen

Fami möchte eine Perspektive.

(BZ). Das Familienzentrum Schopfheim (Fami) schaltet sich in die derzeitige Öffnungs- und Lockerungsdebatte um die Corona-Restriktionen ein und fordert eine Öffnungsperspektive vor allem für die Unterstützung junger Familien. Familienzentren stünden "für offene Angebote mit niederschwelligen Vernetzungs- und Beratungsmöglichkeiten", so das Fami in seiner Mitteilung. "Insbesondere jungen Familien fehlen diese Orte der Entlastung und Unterstützung derzeit, sind sie doch in der Pandemie mit vielen zusätzlichen Herausforderungen konfrontiert."

Gerade in einer schwierigen Zeit wie dieser seien die Angebote der Familienzentren besonders hilfreich, unterstreicht das Fami. "Ein Austausch unter Gleichen entlastet, gibt Orientierung und die Möglichkeit, voneinander zu lernen." Das Gesprächsangebot in den Familienzentren werde immer ergänzt durch kindgerechte Räume und Angebote für Kinder. "Das ermöglicht erst den Austausch der Erziehenden", so das Familienzentrum.

Das Bedürfnis der Eltern nach persönlichem Austausch, nach Vernetzung und Gesprächen in Elternrunden sowie nach sozialen Kontakten für ihre Kinder sei groß. In Pandemie-Zeiten seien offene Angebote mit ihren gewollten Zufallsbegegnungen jedoch nicht oder nur stark eingeschränkt möglich, so das Fami weiter. Insbesondere Mütter seien "erschöpft und einsam". Deshalb rufen die Verbände gemeinsam dazu auf, das bewährte System der Mütterzentren, Familienzentren und Eltern-Kind-Zentren als Anlaufstellen zur Stärkung von jungen Familien aufrecht zu erhalten und ihnen eine Öffnungsperspektive zu geben.


Tapetenwechsel für junge Eltern

Im Familienzentrum Schopfheim gibt es Abwechslung vom Corona-Alltag zuhause.

 

 


Förderprogramm "Beteiligungstaler"

Wir möchten mit den Familien auch in der aktuellen schwierigen Zeit Kontakt halten und Austausch ermöglichen. Beratungen, Vorträge, Bastelanleitungen, Online-Schulungen und -Treffs sind in der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken. Eine Umfrage ergab, dass die Eltern und vor allem die Alleinerziehenden an diesen Angeboten, gerade am Abend, ohne Babysitter bequem teilnehmen können. Des Weiteren wird es die Zukunft sein, sich auch weiterhin online auszutauschen. Video-Konferenzen und Online-Schulungen werden verstärkt angeboten, an denen wir uns beteiligen müssen, um mithalten zu können. Unsere elektronischen Geräte sind veraltet und sehr unzuverlässig und ermöglichen uns diese Art der Kommunikation leider nicht.

 

Ziel ist die Verbesserung des sozialen Umfeldes durch offene Angebote, welche generations- und kulturübergreifend sind. Wir schaffen einen Rahmen in der Teilhabe und Gemeinschaft erlebt werden können. Alle unseren Angeboten dienen der Familienbildung. Wir organisieren Vorträge und Referenten, je nach Bedarf und Anfrage, z. B. Beikost im 1. Lebensjahr, Erste Hilfe für Kleinkinder. Wir geben Impulse für den Familienalltag und möchten Sicherheit und Stabilität geben.

 

Unser technisches Equipment wurde im Februar finanziert durch das Programm "Beteiligungstaler" der Allianz für Beteiligung.

 

Das Familienzentrum bedankt sich recht herzlich für die Förderungsgelder!